Michael Thurm. Ich war mal Journalist.

Barbara Muhr im Fazitgespräch

Es ist ein funk­tionales Gebäude, in dem Bar­bara Muhrs neuer Arbeit­splatz liegt. Von ihrem Büro bei der Hold­ing Graz hat sie nicht nur Sichtkon­takt mit ihrem alten Arbeit­ge­ber, die Steier­märkische Sparkasse, son­dern auch freien Blick bis zum Rathaus und damit zum Eigen­tümer der Hold­ing, der Stadt Graz. In ihrem Sinne soll Muhr die Energie und den Öffentlichen Verkehr für Graz man­a­gen – und sie will mehr erre­ichen, als die von ihr ver­ant­wortete Umbe­nen­nung der GVB in \“Graz Linien\”.

Auf Lin­ien.

 

Frau Muhr, ist es Ihrer Mei­n­ung nach angemessen, dass man für eine Fahrt vom Grazer Haupt­bahn­hof zum Haupt­platz 1,90 Euro zahlt?
Der Preis ist abso­lut o.k. und ver­gle­ich­bar. Vor Kurzem hat es eine groß angelegte Studie gegeben, die 93 Städte in Europa ver­glichen hat. Da schnei­den wir sehr gut ab.

Wir ken­nen diese Studie. Aber wollen sich die Grazer Lin­ien nur über den Ver­gle­ich messen? Nicht vorhan­dene Kurzstreck­en­tar­ife und die GrÖße des Net­zes wur­den zum Beispiel nicht berück­sichtigt.
Ich glaube, wir kÖn­nen uns nur über den Ver­gle­ich messen. Ihr Beispiel ist natür­lich ein extremes. Trotz­dem sind wir mit den Tar­ifen zufrieden und alleine kÖn­nten wir sie auch nicht ändern, weil wir im Netz des steirischen Ver­bunds fest ver­ankert sind und gemein­sam die Tar­ifver­hand­lun­gen führen.

Die Ideen von Grazer Gemein­deräten, die immer wieder mal Gratis­strecken und Ähn­liches fordern, sind Hirnge­spin­ste?
Also ich würde nie die Ideen eines Gemein­der­ates als Hirnge­spinst beze­ich­nen. Schon gar nicht, wenn die Stadt mein Eigen­tümer ist. Außer­dem bin ich der Typ Men­sch, der dankbar für jedes Feed­back und für jede Idee ist. Ich kann aber nicht jeder Idee, und wenn sie noch so Öffentlichkeit­stauglich ist, sofort nachkommen.

[…]

Wie definieren Sie Leis­tung für sich per­sÖn­lich?
Leis­tung ist für mich, wenn ich ein Ziel erre­icht habe, der Weg zur Zielerreichung.

Und was wollen Sie für die Kun­den der Graz Lin­ien leis­ten?
Mir ist es wichtig, den Men­schen das Gefühl zu geben, dass sie eine halb­wegs kurze und angenehme Reise hin­ter sich gebracht haben. Man spricht sehr oft von Fahrerleb­nis und ich mÖchte diesen Erleb­nis­charak­ter her­vorheben.
Was ich mir von den Fahrgästen erwarte, sind Tugen­den, die auch in meinem per­sÖn­lichen Leben sehr weit oben ste­hen: gegen­seit­iger Respekt, Wertschätzung, HÖflichkeit.

Uns geht es um die Leis­tung der Grazer Lin­ien. Wie flex­i­bel sind sie? Wenn ich nach einem Eishockey-Spiel heim­fahren will, wird diese gegen­seit­ige Wertschätzung in der Straßen­bahn oft auf einem Achtel Quadrat­meter zer­drückt.
Das ist natür­lich ein gewisses Span­nungs­feld. Auf der einen Seite sind wir froh über jeden zusät­zlichen Kun­den, auf der anderen Seite sind unsere Kapaz­itäten durch ständig steigende Fahrgastzahlen beinahe aus­gereizt. Man darf hier auch die Wirtschaftlichkeit nicht außer Acht lassen. Wir haben Bud­gets und agieren zwis­chen deren Gren­zen. Ich kann nicht sagen, dass ich jeden Tag noch drei zusät­zliche Straßen­bah­nen haben will, nur weil mehr Leute auf uns set­zen. Deswe­gen wird man auch in Zukunft bei Großver­anstal­tun­gen damit umge­hen müssen, dass man in der Straßen­bahn etwas einge­quetscht wird. Es geht hier auch sehr oft um Momententscheidungen.

Sie hat­ten jetzt schon neue Bah­nen ange­sprochen. Mit den Var­i­obah­nen sollte genau dieses bequeme und erleb­nis­re­iche Fahren kom­men – Sie schüt­teln sich, wenn wir die Var­i­obahn erwäh­nen, aber das Thema musste kom­men –, im Moment ist das Fahrerleb­nis aber noch nicht so groß.
Ich wehre mich heftigst gegen diese Pauschalierung. Alle sagen, dass die Var­i­obahn schlecht ist, alle sagen, dass die Var­i­obahn laut ist. Tat­sache ist, dass es einen Streck­en­ab­schnitt gibt, näm­lich den Bere­ich um die Theodor-KÖrner-Straße, wo die Var­i­obahn sehr laut ist und wo es eine über­schaubare Menge von Anrain­ern gibt, die in ihrer Leben­squal­ität beein­trächtigt sind. Tat­sache ist aber auch, dass die Var­i­obahn vom ersten Tag an zuge­lassen war. Sie erfüllt sämtliche Nor­men, wird von hin­ten bis vorn geprüft und ist rechtlich zuge­lassen. Trotz­dem gehen wir nicht den ein­fachen Weg und lassen alles wie es ist. Wir ste­hen in direk­tem Kon­takt mit den Anrain­ern und opti­mieren laufend. Auch der Cityrun­ner hat über ein Jahr gebraucht, um auf die Stadt angepasst zu werden.

Ist Kun­den­zufrieden­heit ein Leis­tungskri­terium, an dem Sie sich messen lassen wollen, oder ist das schwierig, weil immer irgendwer was zu meck­ern hat?
Es gehÖrt zum Lauf der Welt, dass sich immer irgendwer beschw­eren wird und allen recht getan, ist eine Pflicht, die keiner kann. Aber wir sind ein Dien­stleis­tungs­be­trieb und wir leben von den und für die Kunden.

Wird über Öffentliche Verkehrsmit­tel beson­ders gelästert?

Ich hab das Gefühl, dass der Öffentliche Verkehr mit dem Wet­ter oder der Fußball­na­tional­mannschaft zu ver­gle­ichen ist. Jeder redet gerne darüber und jeder glaubt, das beste Konzept parat zu haben. Für uns ist das im End­ef­fekt gar keine schlechte Sache, weil wir so viel Feed­back bekom­men. Eine andere Sache ist die medi­ale Beurteilung, darunter lei­den auch die Mitar­beiter. Ich meine, dass wir hier mit sehr har­ter Hand angepackt werden.

Woran liegt das?
Vielle­icht an einem ver­staubten Image, an noch nicht sehr mod­er­nen Dienstleistungsstrukturen.

Bei Ihrem Wech­sel von der Sparkasse zur Hold­ing haben Sie gesagt, dass Sie unter anderem deswe­gen gewech­selt haben, weil Sie die Wirtschaft­skrise nach­den­klich ges­timmt hat. Was haben Sie damit gemeint? Hat dies auch etwas mit dem Leis­tungs­gedanken zu tun?
Die Wirtschaft­skrise hat mich aus mehreren Grün­den nach­den­klich ges­timmt. Zum einen glaub ich, dass das Geld­we­sen sehr wenig aus der Krise gel­ernt hat. Ger­ade was den Dien­stleis­tungs­fak­tor und die Kun­den­be­treu­ung bet­rifft. Zum anderen hat die Krise sicher gewisse Män­ner­bünde ver­stärkt und damit auch Entschei­dun­gen, wie, was, wann, wo entsch­ieden wird.

Worin unter­schei­det sich ihre Arbeit hier bei der Hold­ing Graz von jener, die Sie bei der Sparkasse gemacht haben?
Hier habe ich Gestaltungsfreiheiten.

KÖn­nen Sie das für uns konkretisieren?
Ich kann hier im Vor­stand die Prozesse viel stärker bee­in­flussen, verän­dern und neu auf­set­zen, als es in einem riesi­gen Banken­ver­bund mÖglich ist; ohne dass ich jetzt die Sparkasse nen­nen will. Wenn ich hier in der Früh herein gehe, habe ich jeden Tag das Gefühl, dass ich etwas bewe­gen kann. Ich hab noch Kon­takt zu den Kun­den, ich spüre etwas. Ich hab hÖch­sten Respekt vor der Sparkasse und auch vor der Mut­ter Erste Bank. Das ist ein Top­un­ternehmen, das jetzt auch wieder super bilanziert hat. Es sind nur meine per­sÖn­lichen Befindlichkeiten.

Wie waren die Reak­tio­nen auf Ihren Wech­sel? Sie sind die erste Frau im Vor­stand der Hold­ing.
Meine bei­den Kol­le­gen Wolf­gang Malik und Wolf­gang Mess­ner haben mich sehr her­zlich aufgenom­men, es wird viel kom­mu­niziert. Und ich hab nun doch schon viele Vor­stand­skon­stel­la­tio­nen miter­lebt und weiß, dass das nicht unbe­d­ingt üblich ist. Und natür­lich: Das Unternehmen ist 51 Jahre alt, es war noch nie eine Frau im Vor­stand, das hat schon einiges ausgelÖst.

Hat­ten Sie das Gefühl, dass man unbe­d­ingt eine Frau gesucht hat, oder waren Sie zur richti­gen Zeit am richti­gen Ort?
Sowohl als auch. Ich bin ja unserem Eigen­tümer, der Stadt Graz, extrem dankbar. Auch wenn in let­zter Zeit wieder die Wirtschafts­bosse auf die schlechte und unfähige Poli­tik schimpfen, aber die Stadt Graz hat etwas Einzi­gar­tiges geschafft. Die Ver­wal­tungsre­form, von der wir im Bund immer sprechen, ist hier in Graz gelun­gen. Und ein Teil davon war eben, die ober­sten Führungse­ta­gen auch mit Frauen zu beset­zen.
Wobei ich kein Fan davon bin, auss­chließlich nach Geschlecht auszuwählen, es muss auch die Leis­tung stim­men. Aber wir sind insofern ein Vorzeige­be­trieb, als dass wir in den Gremien 40 Prozent Frauen­quote haben.

Das ist die interne Quote. Sind sie grund­sät­zlich für eine Frauen­quote?
Ich bin generell gegen Zwänge. Frei­heit fürs Indi­viduum, lieber Vor­bild statt Ver­bot. Deshalb bin ich grund­sät­zlich gegen die Quote. Aber ich habe selbst miter­lebt, dass wir sie offen­sichtlich brauchen, weil wir die Gle­ich­berech­ti­gung sonst nicht schaf­fen. Und so bin ich inzwis­chen eine Befür­wor­terin gewor­den.
Aber Quote hin oder her, die Leis­tung muss stim­men. Ich hab mich auch einem Hear­ing gestellt und mich gegen 69 andere Kan­di­datin­nen und Kan­di­daten durch­set­zen müssen. Da war nicht nur das Geschlecht auss­chlaggebend. Wichtig finde ich aber, dass bei zwei gle­ich­w­er­ti­gen Kan­di­daten der Frau die Chance gegeben wird, um im Sys­tem generell etwas zu bewegen.

Die Quote in den Gremien ist das eine, in der gesamten Hold­ing ist das Ver­hält­nis aber etwa bei 1:7. Haben Sie da auch eine Ver­ant­wor­tung?
Also ich kann die Zahl jetzt nicht ver­i­fizieren …

… laut Kleine Zeitung.
Die schreiben auch nicht immer alles richtig. Aber es stimmt, dass die Rela­tion immer noch unter­repräsen­tiert ist. Und natür­lich ist es mir und vie­len Frauen im Unternehmen auch wichtig, das zu verän­dern. Da bin ich sicher auch eine Hoff­nungsträgerin.

Warum braucht es einen Anlass, wie den heuri­gen 100. Frauen­tag, damit ern­sthaft über die zu großen Gehalt­sun­ter­schiede und Benachteili­gun­gen gesprochen wird?

Weil es nicht viele so vernün­ftige Män­ner wie Sie gibt.

Mit dem Kom­pli­ment lassen wir Sie nicht aus der Frage …
Ich bin überzeugt davon, das habe ich ganz ernst gemeint. Es ist ja ein Gen­er­a­tio­nen­prob­lem. Ger­ade Sie in der Nach­fol­ge­gen­er­a­tion haben eine ganz andere Ein­stel­lung. In der älteren Gen­er­a­tion schüt­teln nicht so viele den Kopf über die Benachteili­gun­gen.

Wir waren uns näm­lich nicht sicher, wie fem­i­nis­tisch eingestellt Sie sind. Sie haben mal gesagt, dass Sie das Frauen­thema auch nicht über­be­w­erten wollen. Wo ist es denn über­be­w­ertet?

Na, wenn nur auf­grund des Geschlechtes jemand ernannt wird. Weil jemand sagt, da muss jetzt mal eine Frau hin. Darauf will ich mich nicht reduzieren lassen. Und ich will auch nicht stun­den­lang darüber reden, ob Frauen anders als Män­ner führen. Das habe ich mit über­stra­paziert gemeint.

Wir bleiben trotz­dem noch kurz dabei. Bekom­men Sie diesen Vor­wurf zu hÖren, dass sie \“nur als Frau\” in ihre Posi­tion gekom­men sind?
Über­haupt nicht. Es haben sich viele mit mir gefreut. Ich bin damit nie kon­fron­tiert wor­den. Es sei denn, Sie machen mir jetzt den Vorwurf …

Nicht unbe­d­ingt. Aber uns inter­essiert, ob die Frau Muhr oder der Herr Malik das Sagen bei den \“Graz Lin­ien\” hat. In der Kro­nen Zeitung haben Sie gemeint: \“Die Var­i­obahn ist Chef­sache.\” Warum haben Sie ihr eigenes Ressort an den Vorge­set­zten Wolf­gang Malik delegiert?
Die Anfrage der Krone kam zu einem Zeit­punkt, wo ich offiziell noch nicht im Unternehmen war. Ich hab da zwar schon viel hergeschaut, aber ich hab ja noch meinen alten Job bei der Sparkasse erfüllt. Es war zu diesem Zeit­punkt ein­fach der Wun­sch des Vor­standsvor­sitzen­den, der gesagt hat: \“Du warst weder beim Kauf noch bei den Auss­chrei­bun­gen dabei, das Thema würde ich in der Anfangsphase gern machen.\” Was der Herr Richter von der Krone daraus gemacht hat, war dann unter jeder Gürtellinie.

Nun haben Sie hier ein viel kom­plex­eres \“Autoritätssys­tem\” als bei der Sparkasse. Malik als Vor­standsvor­sitzen­der, die Grüne Lisa Rücker als Verkehrsstadträtin, der Schwarze Siegfried Nagl als Bürg­er­meis­ter und Auf­sicht­srat und am blauen Umwelt­landesrat Ger­hard Kurz­mann kom­men Sie auch nicht vor­bei. Wie schwierig ist es unter diesen Bedin­gun­gen zu arbeiten?
Es ist sehr her­aus­fordernd. Aber es ist nicht viel anders, als ich es in anderen Unternehmen erlebt habe. Es gibt immer einen Eigen­tümer und der hat das Sagen. Sonst müsste ich mich selb­st­ständig machen. Ich sehe mich aber als Man­agerin, die strate­gis­che Ziele der Stadt oper­a­tiv umzuset­zen hat. Das ist mein Rol­len­ver­ständ­nis. In diesem Fall ist die Poli­tik der Eigen­tümer, das macht die Sache sicher spannender.

Wo unter­schei­det sich der Öffentliche vom pri­vaten Eigen­tümer?
So, wie Sie es ange­sprochen haben. Durch ver­schiedene poli­tis­che Couleurs, deren Inter­essen und durch Tak­tik­spiele, da verzÖgern sich die Prozesse manchmal.

Das ist ja nervig.
Naaa, dann hätte ich den Job nicht angenommen.

Was ist pos­i­tiv an diesem \“Tak­tieren\”?
Es wird in anderen Unternehmen auch tak­tiert, das gibt es überall.

Ver­suchen wir es konkret: Es wurde jahre­lang über eine Umwelt­zone für Graz gere­det. Dann wurde Lisa Rücker Vize-Bürgermeisterin und alle gin­gen davon aus: Jetzt kommt’s. Bis der blaue Lan­desrat 2010 ins Amt gewählt wurde und sagte: Nein, kommt nicht. Wie kann man da ein oper­a­tives Geschäft machen, wenn die strate­gis­chen Entschei­dun­gen so plÖt­zlich in eine ganz andere Rich­tung gedreht wer­den?
Da muss man flex­i­bel sein. Ich muss mich danach richten; es ist so. Das heißt dann umdenken und die Strate­gie anpassen. So ist das im Span­nungs­feld zwis­chen Ökolo­gie und Ökonomie. Ich würde ja liebend gern noch viel Ökol­o­gis­chere Akzente set­zen, aber geprüft werde ich an Zif­fern. Ich muss auch betrieb­swirtschaftlich denken und handeln.

Sind Sie zum Gewinn \“ver­dammt\”?
Ver­dammt fühle ich mich zu über­haupt nichts. Ich hab einen Eigen­tümer, der gibt die Ziele vor, und ich ver­suche, diese zu erre­ichen. Das muss man sehr pro­fes­sionell sehen.

Haben Sie eigene Inter­essen?
Es geht nicht um mich. Es geht um die Kun­den. Was brauchen die? Das weiß auch die Stadt als Eigen­tümer, da sind wir uns vÖl­lig einig. Eines dieser Ziele ist die Steigerung der Fahrgäste. Und die Umwelt­zone wäre eine Vari­ante gewe­sen, diese zu erre­ichen, ja.

Haben Sie schon etwas im Kopf, oder in Ihrem Ord­ner, um diese Steigerung trotz­dem zu erre­ichen?

Wir wis­sen das auch noch nicht so lang. Aber ich finde es trau­rig, dass die Umwelt­zone nicht kommt, weil uns das allen Ökol­o­gisch wehtut. Aber ich ver­suche immer, Ver­ständ­nis zu haben. Es ist ja nicht mein Job, ständig den Herrn Kurz­mann zu kom­men­tieren. Wir haben eine Stadtregierung und ich bin einge­setzt, zwei Bere­iche zu man­a­gen, und das sind die Energie und die Grazer Lin­ien. Da kann man jetzt nur schauen, dass man die Ziele bei den Fahrgastzahlen über andere Attrak­tio­nen, wie gute Anschlussverbindun­gen, erfüllt.

Wie viel Hoff­nun­gen set­zen Sie in den neuen Haupt­bahn­hof?
Schon sehr große. Das ist ein sehr weg­weisendes Pro­jekt und wenn das fer­tig wird, ist das eine tolle Verbesserung.

Wie visionär kann man denken, wenn die Schulden des Eigen­tümers bei knapp zwei Mil­liar­den liegen und die Spar­vor­gabe des Lan­des bei 25 Prozent?
Also für Visio­nen muss immer Spiel­raum sein. Wenn man nicht mehr kreativ nach­denken darf, wird jeder Job fad. Und da sollte nicht immer sofort die Bud­getkeule da sein. Es gibt ja auch, das wis­sen wir alle, Bud­getkreativ­ität. Aber visionäres und nach­haltiges Denken halte ich für ganz wichtig und das passiert auch in der Stadt. Ich mÖchte nur nicht so sehr in die Rolle der Poli­tik gedrängt wer­den. Ich bin Vor­stand eines regionalen Dien­stleis­ters und will nicht nur als ver­längerter Arm der Poli­tik ver­standen werden.

Frau Muhr, vie­len Dank für das Gespräch.