Michael Thurm. Ich war mal Journalist.

Josef Herk im Fazitgespräch

Nach ger­ade ein­mal einer Woche im Amt habe ich zusam­men mit Ami Stark den neuen Präsi­den­ten der steirischen Wirtschaft­skam­mer Josef Herk inter­viewt. Erschienen in der März-Ausgabe des FAZIT. (PDF)

Nebenjob:  Präsi­dent

Herr Herk, Sie haben sich in Ihrer alten Funk­tion als Bun­dess­partenob­mann für Gewerbe und Handw­erk in der Wirtschafts– kam­mer Öster­re­ich als \“Mur­taler Botschafter in Wien\” beze­ich­net. Was sind Sie jetzt?
Na ja, der steirische Botschafter in der Steier­mark – keine Frage. Aber im Ernst: Man hat natür­lich eine Heimat und ich bin Mur– bodener. Meine Auf­gabe ist es jetzt aber nicht, als Mur­taler in Graz zu agieren, son– dern als steirischer Kam­mer­präsi­dent. Die Lobbying-Sicht vom Mur­tal nach Wien war da eine andere. Denn die Steier­mark ist eine Ein­heit und somit ist die eigene lokale Betra­ch­tung nicht so wesentlich für mich. Trotz­dem will ich, dass wir die regionalen poli­tis­chen Bere­iche stärken. Wir haben einen starken Wirtschaft­sraum Graz und Graz-Umgebung. Das ist auch gut so, aber wir dür­fen nicht vergessen, dass es auch andere Regio­nen gibt.

Sie sind ja auch noch Region­al­stel­lenob­mann …
Noch, ja …

Wer­den Sie dieses Amt, und die doch zahlre­ichen anderen, weit­er­führen?
Das ist alles in Vor­bere­itung. Zug um Zug lege ich alle Funk­tio­nen zurück. Ich bin ja vor vier Wochen auch zum Vizepräsi­den­ten des europäis­chen Handw­erksver­ban­des gewählt wor­den. Daran sehen Sie, dass meine Pläne in eine ganz andere Rich­tung gin­gen. Jetzt gab es halt über­raschen­der­weise eine andere Aufgabe.

Am Ende soll nur das Amt des Wirtschaft­skam­mer­präsi­den­ten bleiben?
So ist es. Das ist eine Auf­gabe, die groß genug ist. Ich bin ja auch noch Unternehmer – und zwar in erster Linie.

So klar ist das Rank­ing?
Ich bin erst Unternehmer und dann Präsi­dent. Es ist doch auch wichtig, dass man in seinem Unternehmen noch den Kun­den und Mitar­beit­ern in die Augen sieht, damit man die Sor­gen und Wün­sche weit­er­tra­gen kann. Man muss ja in dieser Welt leben.

Wie oft sind Sie momen­tan noch im eige­nen Unternehmen?
Mein Ziel ist täglich. Ich stehe jetzt früher auf und ver­suche in den Mor­gen­stun­den, bevor der Tag in Graz beginnt, anwe­send zu sein.

Mit Ihrer neuen Posi­tion sind Sie viel näher in Rich­tung Poli­tik gerückt. Wie ver­ste­hen Sie Ihre Rolle in diesem Span­nungsver­hält­nis von Wirtschaft und Poli­tik?
Das ist richtig, jetzt geht es näher an die Lan­desregierung und das poli­tis­che Geschehen. Als Präsi­dent bin ich für alle Un– ternehmer in allen poli­tis­chen Anliegen ver­ant­wortlich. Obwohl ich natür­lich ganz klar ein Wirtschafts­bund­mann bin, die ÖVP ist meine poli­tis­che Heimat. Aber meine Funk­tion als Präsi­dent geht darüber hin­aus und ich muss die Anliegen der Unternehmer an die Poli­tik tragen.

Wie viel Ein­fluss gibt es umgekehrt? Sie sind ja im Wirtschafts­bund auch Stel­lvertreter von Wirtschaft­s­lan­desrat Buch­mann. Sind Sie Ver­mit­tler seiner Poli­tik gegenüber den Unternehmen?
Das ist ein Miteinan­der und da sehe ich auch meinen Ansatzpunkt: Die Energie muss in die großen Auf­gaben und nicht in die inter­nen Posi­tion­skämpfe. Darauf werde ich keine Zeit ver­wen­den. Ich wurde ja auch schon als Brück­en­bauer beze­ich­net, na ja ich weiß nicht ganz, aber ich sehe mich schon als Verbinder.

Nun war das Miteinan­der in der let­zten Zeit nicht ein­fach und auch nach Ihrer Wahl hat die Indus­triel­len­vere­ini­gung (IV), eine wesentliche Größe inner­halb der Wirtschaft­skam­mer, dem Lan­desrat das Ver­trauen ent­zo­gen. Wie tief ist die Kluft zwis­chen IV und Buch­mann, die Sie da schließen müssen?
Da müssen Sie die han­del­nden Per­so­nen fra­gen. Ich kann nicht beurteilen, wie tief die Kluft ist, gehe aber davon aus, dass wir die Uhren auf null drehen. Ich bin ja auch kein His­toriker, son­dern schaue auf die zukün­ftige Entwicklung.

Sie und Man­fred Kainz wur­den schon im let­zten Jahr als Kam­mer­präsi­dent gehan­delt. Einige behaupten, das Amt wurde Ihnen damals schon ver­sprochen.
Also für meine Per­son hat es nie Ver­sprechun­gen gegeben. Die Diskus­sion war inten­siv, keine Frage. Und wenn nach solch schwieri­gen Wochen wie den let­zten eine Unternehmer­runde am Tisch sitzt, wird hart disku­tiert. Das sind alles, wenn man das pos­i­tiv sagen darf, Alpha-infizierte Per­sön­lichkeiten; sonst wären sie nicht da, wo sie sind. Und da wer­den dann alle Möglichkeiten durchge­spielt – aber am Ende steht ein gemein­samer Entschluss, ein gemein­samer Faktor.

Das waren in dem Fall Sie.
… und ich hoffe, ich kann die Erwartun­gen erfüllen.

Sie wur­den am Ende auch von den Vertretern der Indus­trie gewählt und haben im Gegen­satz zum Lan­desrat deren Ver­trauen aus­ge­sprochen bekom­men. Wer­den Sie die Anliegen der IV, also eine Umgestal­tung der Kam­mer, unter­stützen? Der größte Beitragszahler hätte gern mehr Ein­fluss.
Keine Frage, die IV ist ein wichtiger Bere­ich in unserer Organ­i­sa­tion. Aber der größte Arbeit­ge­ber in unserem Land ist nicht die IV, son­dern Gewerbe und Handw­erk. Nun geht es nicht darum, wer der Größte und wer der Kle­in­ste ist. Die Wirtschaft ist aus meiner Sicht unteil­bar. Sich jetzt auseinan­derzu­di­vi­dieren und zu sagen, die Kleinen und die Mit­tleren sind wichtiger und haben andere Posi­tio­nen, ist der falsche Weg. Die ver­gan­genen Entwick­lun­gen waren drama­tisch und jetzt müssen wir wieder Anschluss an die Entwick­lung vor der Krise finden.

Ihr Vorgänger Ulfried Hainzl wurde am Ende dafür kri­tisiert, dass sein \“Gesicht lange genug in den Zeitun­gen\” gewe­sen sei. Auch Sie waren in Ihrer ersten Amtswoche omnipräsent. Lei­den da nicht die Inhalte?
Das hab ich mir ja nicht aus­ge­sucht. Es ist mir natür­lich klar, wenn ich neu gewählt­bin und das nicht so ganz unter nor­malen Voraus­set­zun­gen, ist das medi­ale Inter­esse groß. Aber so sehr das Pen­del jetzt in die eine Rich­tung schlägt, so sehr schlägt es dann auch wieder in die andere Rich­tung und das Inter­esse an der Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung wird nach­lassen. Dann müssen wir wieder mit unserer inhaltlichen Arbeit auf­tauchen.
Ich bin ja auch über­rascht, für mich ist das auch nicht alltäglich, so einen medi­alen Hype mitzuerleben.

Lässt sich das Ver­trauen, von dem Sie sprachen, durch diesen medi­alen Hype wieder her­stellen?
Da muss man auf­passen. Irgend­wann kann man das eigene Kon­ter­fei dann nicht mehr sehen … Ver­trauen ist ein Fak­tor, der sehr viel Per­sön­lichkeit braucht, und da reicht die medi­ale Präsenz allein nicht. Da geht es auch darum, im ganzen Land präsent zu sein. Die Medien allein schaf­fen kein Ver­trauen, sie tra­gen dazu bei, sie tra­gen aber auch dazu bei, dass Ver­trauen wieder aberkannt wird. Und wir haben ja gese­hen, dass das ganz schnell gehen kann.

Noch ein­mal konkret: Wie wollen Sie es schaf­fen, den angek­nack­sten Ruf wieder­herzustellen?
Na ja, wie geht man das an? Das Ver­trauen ist ein sehr zartes Pflänzchen. Damit muss man, wie ein Gärt­ner, sehr sorgsam umge­hen. Ich werde erst mal meine ganze Energie, meine ganze Kraft dafür ein­set­zen, um bei den Mit­gliedern darzustellen, was wir leis­ten und was wir tun kön­nen.
Ich glaube, dass man sel­ber mit gutem Beispiel vor­ange­hen muss – das ehrliche Gefühl geben, dass die Inhalte, die man weit­ergibt, auch das sind, was mich bewegt und in meiner Funk­tion antreibt. Ver­trauen ist ja auch der Bere­ich, der sich zwis­chen den Zeilen befindet. Dass man sagt: Dem glauben wir das, wir hof­fen, dass seine Darstel­lun­gen, seine Poli­tik, seine Leben­se­in­stel­lung stim­men – da geht es ja um per­sön­liche Werte.

Hat es da ein Unternehmer leichter als ein reiner Poli­tiker oder Funk­tionär?
Das glaube ich schon. Ich bin seit 1988, also seit 23 Jahren Unternehmer, da hat man schon einiges miter­lebt, hat schon eine gewisse \“Edel­patina\” vom Leben. Da ist man ein biss­chen wider­stands­fähiger und kennt das unternehmerische Leben, mit allen Vor– und Nachteilen. Und das ist es auch, was Wirtschaft und Poli­tik unter­schei­det: Man muss täglich um die Gunst der Kun– den kämpfen. Denn die Leis­tung von vor einem hal­ben Jahr inter­essiert die Kun­den über­haupt nicht.
Es gibt keine Zeit, sich auf Lor­beeren auszu­ruhen. Der Kunde, das Mit­glied, der Bürger; sie alle sind mündig, mobil und infor– miert.

Kom­men wir zu den Inhal­ten, die Sie ange­sprochen haben: Ihr größtes Anliegen ist die Aus– und Weit­er­bil­dung der Lehrlinge. Warum?
Das ist für mich ein beson­deres Thema, weil ich davon überzeugt bin, dass wir den Bere­ich der Aus­bil­dung, der Nach­wuch­spflege und der Weit­er­bil­dung gut entwick­eln müssen, sonst gibt es keine gute \“Mannschaft\”. Ich habe gern den Ver­gle­ich mit dem Sport: Wenn es keine Nach­wuch­strainer gibt, weil der ÖSV sich nicht um Kinder und Jugend bemüht, dann gibt es auch keine Leis­tun­gen. Und deshalb ist das für mich ein Thema, das man sehr ernst nehmen muss, denn die Wirtschaft in unserem Land bzw. die Qual­ität wird von unseren Mitar­beit­ern gemacht.

Aber gehen Sie mit diesem Anliegen nicht ein biss­chen unter, in der ganzen Debatte um das Bil­dungsvolks­begehren, die Akademik­erquote müsse steigen … Da taucht sel­ten auf, dass wir mehr Lehrlinge brauchen.
Genau darum geht es. Man darf ja nicht vergessen: Fast 50 Prozent von einem Jahrgang machen in unserem Land die duale Aus­bil­dung; und wenn man von diesem 50-Prozent-Potenzial nicht die dementsprechende Wertschätzung hat, dann läuft etwas schief. Dann dür­fen wir uns nicht wun­dern, wenn beru­fliche Aus­bil­dun­gen nicht den gle­ichen Stel­len­wert haben wie schulis­che und die akademis­che. Dabei haben wir ja in den let­zten Jahren schon gute Erfolge erre­icht, unsere Jung­fachkräften schnei­den bei Europa– und Welt­meis­ter­schaften gut ab.

Trotz­dem gibt es genug Unternehmer, die Prob­leme haben, den Nach­wuchs zu finden, der die Unternehmen ein­mal übern­immt.
Das ist über­all so. Da sind wir alle gefordert. Es ist hier natür­lich auch wichtig, die Möglichkeiten einer Aus­bil­dung darzustellen, die Jugend auf ihre Auf­gaben gut vorzubereiten.

Am anderen Ende der Kar­riere ist es der Kampf gegen den \“Jugend­faschis­mus\”, wie Sie es nann– ten. Also mehr Beschäf­ti­gung bei den älteren Semes­tern zu erre­ichen.
Für mich ist meine Auf­gabe, mein Tun, ein ganz wesentlicher Bestandteil meines Selb­st­wert­ge­füh­les und meines Lebens. Und das endet ja nicht nach 50 Jahren. Weit­er­bil­dung darf nicht mit dem Satz enden: \“Ja, das zahlt sich nicht mehr aus, ich bin eh schon zu alt, ich brauch ja keinen Com­puter mehr.\” Da gibt es kein Alter.

Ist das nicht schwierig in einer Zeit wo sich Berufe so schnell verän­dern?
Schwierigkeiten sind Her­aus­forderun­gen. Mein Vater hat in seiner ersten Beruf­saus­bil­dung Wag­ner gel­ernt, und in seinen jun– gen Jahren ist dieser Beruf­szweig dann weggestor­ben. Das gab es in der Ver­gan­gen­heit und das wird es natür­lich in Zukunft genau– so geben. Wir sind gefordert, hier immer wieder nachzu­justieren, weil Tech­niken, Mate­ri­alien und Ver­fahren ständig in einer Verän­derung sind und der Kfz-Mechaniker vor 40 Jahren hatte noch andere Auf­gaben zu lösen als heute der Kfz-Techniker. Der ist ja inzwis­chen Mecha­tron­iker. Ich glaube, das ist auch gut so. Und deshalb kann man nicht sagen, wir machen heute ein­mal ein Schul­sys­tem und fer­tig. Das ist ja auch mein Vor­wurf, dass zeitliche Anpas­sun­gen nicht mit­gemacht wer­den können.

Ihr Vorgänger Ulfried Hainzl hat bei seinem Rück­tritt gesagt, die \“Poli­tik lässt keine Fehler zu\”. Teilen Sie diese Ansicht?
Dass hier ein Fehler passiert ist, wurde von den Medien dargestellt. Wenn jeder in der Poli­tik, der einen Fehler macht, mit solcher Kon­se­quenz den Hut nimmt, dann hätte sich die poli­tis­che Land­schaft in der Ver­gan­gen– heit wahrschein­lich stärker verän­dert. Es ist natür­lich auch vom Fehler abhängig: Dass die Sen­si­bil­isierung bei einem Dien­stauto so eine Erup­tion, so einen Tsunami aus­lösen kann, hätte ich auch nicht geglaubt.

Trauen Sie sich noch, den eige­nen Wagen in Ihrer Werk­statt repari­eren zu lassen?
Ja, ich habe ja mein eigenes Auto, daher habe ich kein Prob­lem. Wenn das ein Dienst­wa­gen wäre, wäre das nicht denkbar. Da muss man klar tren­nen. Der Fehler ist passiert, er ist dazu ges­tanden, hat die Kon­se­quenz gezo­gen, sonst würde ich heute nicht da sitzen.

Gibt es diese Angst vor dem Fehler? Dass jeder Fehler gle­ich so bedeu­tend wird, dass man zurück­treten muss. Lähmt das nicht auch das eigene Han­deln?
Ich habe davor keine Angst, da ich in erster Linie Unternehmer bin. Das ist ja der große Unter­schied zu Beruf­spoli­tik­ern: Ich lebe von meiner unternehmerischen Tätigkeit. Zurzeit ist mein Zeit­fen­ster für diese neue Funk­tion als Präsi­dent sehr groß, aber wenn ich nicht mehr Kam­mer­präsi­dent sein sollte, bin ich nicht bei der Firma AMS, son­dern in meinem eige­nen Unternehmen tätig.

Trotz­dem müssen wir nochmals auf den Dienst­wa­gen zurück­kom­men, denn da haben wir so einen kleinen Fehler ent­deckt. Sie haben in Ihrem ersten Inter­view in der Krone noch gesagt, Sie brauchen unbe­d­ingt einen Dienst­wa­gen …
Nein, nicht unbedingt!

… weil das Auto gle­ichzeitig ihr Büro ist.
Nein, es ist so: Man muss die Diskus­sion über ein Fahrzeug rel­a­tivieren. Für mich ist das Auto nicht ein Sta­tussym­bol, um mein Ego aufzupolieren, ich komme ja aus der Fahrzeug­branche. Das ist ein fahren­des Büro, das mich von A nach B bringt, um meine Auf­gaben gut zu erledi­gen. Aber die Diskus­sion hatte in der Ver­gan­gen­heit so eine Brisanz, dass ich nicht lange herumdisku­tieren will. Was sich in Zukunft ergeben wird, wird man sehen, aber in unserer Sit­u­a­tion ist das Thema zurzeit quasi geparkt. Jetzt brauch ich auch keine Angst haben, wenn ich mein eigenes Auto repariere, denn das ist mein Eigen­tum und mit dem kann ich ja noch tun, was ich möchte.

Warum sind es dann trotz­dem immer wieder \“Kleinigkeiten\”, an denen sich Per­son­alentschei­dun­gen aufhän­gen? Laut dem Rech­nung­shof­bericht lag ja schon länger etwas im Argen. Neu­tral betra­chtet wäre das doch eher ein Rück­tritts­grund als der Lexus.
Das sehe ich nicht so. Der Rech­nung­shof­bericht hat Empfehlun­gen aus­ge­sprochen, aber man hat immer das Gefühl, wenn das Wort Rech­nung­shof fällt, dann gibt es die großen Skan­dale und Ver­fehlun­gen. Die Wirtschaft­skam­mer ist die einzige Organi– sation, die einen inter­nen \“Rech­nung­shof\”, ein Kon­trol­lamt hat, das die Tätigkeiten der Lan­deskam­mern über­prüft. Das ist ja nicht so, dass man jahre­lang werkelt und irgend­wann kommt der Rech­nung­shof und zeigt das auf.

Es geht unter anderem darum, dass die Funk­tionäre Bezüge bekom­men hät­ten, für die keine erkennbare Leis­tung erbracht wurde, und darum, dass Wirtschafts­förderun­gen ohne klare Kri­te­rien vergeben wur­den.
Da muss man schon die Kirche im Dorf lassen. Der Großteil unserer Funk­tionäre arbeitet Gott sei Dank ehre­namtlich und fährt vom eige­nen Betrieb weg, um sich um Dinge wie Jugen­daus­bil­dung zu bemühen. Das sind ja auch keine Gehäl­ter, son­dern Aufwand­sentschädi­gun­gen. Da wird das Füll­horn nicht aus­geschüt­tet. Von vie­len Funk­tionären wird schon im Vor­feld ein Vielfaches geleis­tet, ehe sie dann in eine Posi­tion kom­men, in der sie eine Aufwand­sentschädi­gung erhal­ten. Außer ab und zu einem Kaf­fee und einem Glas Wasser ist da vorher nicht viel.

Herr Herk, vie­len Dank für das Gespräch.